Sonntag, 16. Oktober 2016

Des Wikingers Büchertruhe [Rezension] Rolf Michael - Wölfe des Nordens Teil 1 - Die Flammen von Lindisfarne

Titel: Wölfe des Nordens - Die Flammen von Lindisfarne
( Bei dem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar direkt vom Verlag.)

Autor: Rolf Michael

Format: Taschenbuch 380 Seiten

Verlag: Mondschein Corona Verlag

Auflage: Neuauflage März 2016

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Klappentext: 
"A furore normannorum libera nos, Domine." Dieser Satz stand im Mittelalter in den Gebetbüchern von England. Und das bedeutet sinngemäß: "Vor der Raserei der Wikinger bewahre uns, oh Herr!" Die Flammen, die am 8. Juni 793 über dem Kloster Lindisfarne im Norden von England in den Himmel schlugen, waren der Beginn der Wikingerzeit. Die Saga "Wölfe des Nordens" lässt diese Zeit neu erstehen, als Odins wilde Söhne aufbrachen, um die Welt zu erobern. In der vierteiligen Saga von Lars Wolfssohn und der Fahrt der "Midgardschlange" durch die gesamte Welt des frühen Mittelalters werden die Wikinger in allen ihren Lebensgewohnheiten und in ihrem religiösen Denken wieder lebendig. Die historischen Hintergründe sind bis ins Detail recherchiert und entsprechen den heutigen Erkenntnissen. Natürlich ist die Geschichte der abenteuerlichen Fahrt von Sigurd Schildspalter, Widar Eisenfaust, Björn Baumfäller und Ragnar, dem Hammer samt den anderen Schiffskameraden genauso erfunden, wie auch die Liebe des jungen Wikingers Lars Wolfssohn zu Angela von York, dem Mädchen aus Britannien. Doch es hätte alles genau so geschehen können, wie es in diesem Roman geschrieben ist. Denn es sind nur wenige Zeilen, die in alten Annalen über die Plünderung der Wikinger in Lindisfarne zu lesen sind. Hier im ersten Band "Wölfe des Nordens - Die Flammen von Lindisfarne" wird erzählt, wie alles begann und warum die Wikinger aufbrachen, um den Christengott zu bekämpfen. Denn ein Sachse, der das Blutgericht Karls des Großen in Verden an der Aller miterlebte, rief die rauen Söhne Norwegens zur Rache an den alten Göttern auf. Und die Wölfe des Nordens folgten seinem Ruf... Und während Sie dieses Buch lesen, reihen sie sich innerlich selbst in die Gefolgschaft von Haakon Bärensprung ein, der als Jarl im Bug der "Midgardschlange" hinter dem Drachenkopf steht. Auf denn - zur Wikinger-Fahrt.
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Rezension:


Ich habe euch etwas vom letzten Raubzug mitgebracht:

Die Rezension zu „Wölfe des Nordens – Die Flammen von Lindisfarne“ von Rolf Michael.

Zuerst muss ich etwas zum allgemeinen Erscheinungsbild des Buches sagen: Das Format ist etwas ungewöhnlich für ein Taschenbuch. Das Cover wirkt trotz, oder gerade wegen, der Hochglanzoptik wie ein billiger Roman aus dem Bahnhofskiosk. Die Seiten sind aus recht dünnem seidenglänzenden Papier, was sich in Verbindung mit dem glänzenden Druck bei hellem Licht schlecht liest. Es blendet und strengt die Augen an. Leider fielen mir auch sehr viele Schreibfehler, Satzzeichenfehler, usw. auf.
Das Buch beginnt ohne Überschrift, Kapitelangabe oder sonst was.
Auch die gesamte Unterteilung in Absätze und Kapitel ist etwas „merkwürdig“.
Auf der Verlagsseite wird ein 600seitiger Roman angepriesen. Das mir vorliegende Taschenbuch hat 336 Seiten und könnte problemlos auf 250 gekürzt werden, wenn die Leerstellen herausgenommen
würden.
Laut des Verlages ist das aber noch die alte Version, welche jetzt komplett überarbeitet wird.

Nun zum Inhalt des „Fantasy“- Romans:
Der Schreibstil des Autors ist recht einfach. Es fehlt deutlich an Ausdruck.
Die Dialoge sollen wohl eine frühmittelalterliche, romantische Stimmung verbreiten, hören sich aber an, als stammen sie direkt aus der Richard-Wagner-Oper „Der Ring der Nibelungen“.
Auch der im Roman verwendete germanische Name Loki´s, „Loge“, entspringt der Feder Richard Wagners, was auf eine Verwechslung mit dem Riesen Logi, einem Feind von Loki, beruht.
Das alles wäre noch in Ordnung, wenn es sich nur um einen Fantasy-Roman handeln würde.
Aber da ist ja noch der Klappentext: „Die historischen Hintergründe sind bis ins Detail recherchiert und entsprechen den heutigen Erkenntnissen.“

Der Charakter des Protagonisten ist recht sympathisch geschrieben. Da es nur eine Hand voll Charaktere gibt, kommt man gut mit. Leider ist die Entwicklung der Geschichte leicht vorherzusehen und es fehlt an Spannungskurven. Die Story überzeugte mich nicht.
Alles in allem liest sich das Buch wie ein billiger Groschenroman.
Einzig, die Beschreibungen des nordischen Götterpantheons und der Rituale und Feierlichkeiten sind als positiver Punkt anzumerken, da sie den Erkenntnissen der Wissenschaft recht nahekommen.
Die Geschichte hätte sicherlich Potential für einen guten Roman geboten.

Ich gebe dem Buch 1 von 5 Sternen. Den einen Stern aber nur, weil ich neugierig bin, ob die übrigen 3 Teile an Qualität und Spannung zulegen können.

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